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ATP001 Richard Trythall
Parts Unknown |
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Trythall, ein Klaviervirtuose ersten Rangs, besonders bewandert in der Musik von Charles Ives und Jelly Roll Morton, und selbst Komponist, führt ein eigenes Klavierwerk auf, an dem er mehrere Jahre gearbeitet hat. Seine musikalische Sprache erreicht eine äußerst expressive Intensität und ist gekennzeichnet durch die Verschmelzung verschiedener, u. a. jazzähnlicher Aspekte der amerikanischen Musikkulturmit heterogenen Elementen: dazu gehören einerseits die typischen Klänge in der Erforschung des Timbres, mit denen die Musik des 20. Jahrhunderts experimentierte, und andererseits ein Blick zurück auf die Entwicklungen der Melodie, deren Ursprünge in der volkstümlichen Tradition verwurzelt sind. Daraus entsteht eine höchst persönliche Klangwelt von großer Faszination. |
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| Preis
Euro 14.99 |
Live-Aufnahme in Sogna
Recording and Mastering The Lab Studio
Artistic Director Daniele Lombardi
2004 Fondazione ATOPOS |
| | ATP002 Olivier Messiaen
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| | Quatuor pour la fin du temps |
Dieses große Werk für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier ist das lebendige Zeugnis dafür, dass das Geistige in der Musik einen Hoffnungsschimmer schaffen kann, selbst wenn sich der Künstler, der Mensch in einer heillosen Lage befindet: Messiaen schrieb dieses Werk im Konzentrationslager. Es ist sehr interesssant, wie junge, aber schon bedeutende Künstler dieses Werk interpretieren, die sich zwar zum Glück nie in einer so schlimmen Lage befunden haben, aber diese Musik trotzdem mit solcher Ausdruckskraft wiedergeben, dass jeder Impuls und jegliches Potential vollständig hervortritt, wodurch bestätigt ist, dass ein Werk wie dieses an keine Grenzen und an keine äußeren Umstände gebunden ist und selbst in völlig anderen und fernen existentiellen Dimensionen lebendig bleibt.
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Doppel CD,
Preis
Euro 24.99 |
Live-Aufnahme in Sogna
Recording The Lab Studio
Mastering Roberto Bianchi
Artistic Director Daniele Lombardi
2004 Fondazione ATOPOS |
| | ATP003/04 Roberto Fabbriciani
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| | XX live dream flute |
Viele große Komponisten von Cage bis Nono haben sich begeistert über Fabbriciani geäußert.
Fabbricianis Recital in Sogna war in gewisser Hinsicht ein absolut unwiederholbares Ereignis, das die Regie in die Gassen des Borgo ausdehnte, was in der Aufnahme nicht wiedergegeben werden kann, aber allen, die es miterlebt haben, unvergesslich bleiben wird.
In diesem langen Recital erscheint das Instrument Flöte unter vielen, mannigfachen Aspekten und zeigt alle seine Möglichkeiten, deren erstaunlichen Reichtum dieser herausragende Solist live im Konzert zum Vorschein brachte.
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ATP005
Jean-Pierre Drouet
Les mains veulent parler aussi |
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Preis Euro 14.99 |
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Die Improvisation ist für Drouet ein szenischer Raum, in dem er musikalische Aktionen aufführt.
Mit einer nur schwer beschreibbaren Fähigkeit nimmt uns Drouet mit auf einen Weg, wo sich das ludische Element mit der Suche nach neuen Klangwelten verbindet; dabei baut er klangliche Wirklichkeiten auf, in denen sich der ursprüngliche Schlagzeugklang zu neuen unerwarteten faszinierenden Klangbildern öffnet. Auf der in Sogna produzierten CD spielt Drouet Kompositionen, die noch nie aufgenommen wurden, vor allem Werke seines Freunds Globokar.
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Preis Euro 14.99 |
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ATP006
Bruno Canino
Clash
Bruno Canino ist der bedeutendste italienische Pianist seiner Generation. Sein Repertoire ist schier unermesslich und es vereint Traditionelles mit zahlreichen Erstaufführungen neuer Musikstücke, die ihm häufig von den Komponisten selbst gewidmet sind. Seine Tourneen führen ihn durch die ganze Welt, und er tritt teils als Solist teils mit den berühmtesten Stars des internationalen Konzertlebens auf. Bei seinem Konzert in Sogna ist vor allem die Auswahl der Kompositionen bedeutsam, denn in seinem Programm wechseln historische Stücke von Cage mit Werken junger Komponisten wie Sollima und Di Bari. |
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ATP007
Vinko Globokar
La Tromba è Mobile |
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Preis Euro 14.99 |
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Globokar, herausragende Persönlichkeit in der Avantgarde der sechziger Jahre, ist zugleich einer der größten Performer der Posaune und ein fruchtbarer Komponist. In seinen Kompositionen verschmelzen auf meisterhafte Weise die Gestik und die Suche nach neuen Klangmöglichkeiten, sowohl durch den Einsatz der Improvisation wie auch durch komplexe Klanggebäude, die seine bedeutenden, groß angelegten symphonischen Werke entstehen ließen. Das unveröffentlichte Material dieser CD wurde in den späten siebziger Jahren in Köln aufgenommen und spiegelt getreu das Klima jener Jahre und Globokars musikaliasche Lieblingsthemen wider. |
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ATP008
David Moss
Wild world
David Moss ist ein einmaliger Fall. Der herausragende Sänger verfügt über eine Stimmlage, die vom Bass bis zum hohen Sopran reicht - mit gleichbleibender Fülle und stets perfekter, sicherer Intonation. Diese Eigenschaften machen ihn zu einem außergewöhnlichen Performer; bei seinen Darbietungen verwendet er die fortschrittlichsten informatischen Methoden und erweitert so seine stimmlichen Möglichkeiten mit Aktionen seiner Ausbildung als Perkussionist zu einem Mixed-media-Mikrotheater, das bei allen Anwesenden einen unglaublichen Eindruck hinterlässt. Obwohl auf der CD der visuelle Aspekt fehlt, haben wir mit Kompositionen von sensationellem künstlerischen Wert zu tun. Es handelt sich bei allen Stücken um die ersten Aufnahmen; Pantanal wurde eigens für Atopos komponiert. |
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ATP009
S. Bussotti, G. Cardini, G. Chiari,
D. Lombardi
Suono, segno, gesto visione a Firenze
Dieses wertvolle Klangdokument enthält das aussergewöhnliche Zusammentreffen von Bussoti, Cardini, Chiari und Lombardi, zum ersten Mal zusammen; vier Komponisten-Pianisten, die die Protagonisten der “Musica d’Arte a Firenze” sind, einem wichtigen Ereignis der Geschichte der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. |
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| Preis
Euro 14.99 |
2008 Fondazione ATOPOS
Sponsored by Borgo di Vagli Fractional Ownership - Tuscany
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| | ATP010 P.Grossi, G.Chiari, G.Cardini, A.Mayr, D.Lombardi, M.Aitiani, S.Maltagliati
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| | Suono Segno Gesto Visione a Firenze 2 |
Der über fünfzigjährige Entwicklung der Musikkultur in Florenz seit Ende des Zweiten Weltkriegs muss systematisch erforscht werden.
Die Feierlichkeiten machen deutlich: Es ist höchste Zeit anzuerkennen, dass in den sechziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts in Florenz eine Kunstmusik entstanden ist, die im Sinne einer metalinguistischen Dramaturgie in der Lage ist, Wahrnehmungen, Erinnerungen, Taten und Vorstellungen wieder zu beleben, indem sie die Bedeutung von Gefühlen und Eindrücken in der Auseinandersetzung zwischen individuellen Erfahrungen hervorhebt und sich der Entdeckung neuer Horizonte der Kreativität und Poesie öffnet. Der Dialog und die Auseinandersetzung mit wichtigen Fragen zum Problem der Synästhesie in der Kunst, ein Thema, das bereits von den historischen Avantgarden seit Kandinsky über den Futurismus, Skrjabin und Schönberg bis zum Bauhaus behandelt wurde, hat Florenz die Idee aufgreifen und weiterentwickeln lassen. Zusätzlich zum Hören akustischer Formen wird nun die Wechselwirkung zwischen Geste, Klang und Blick zum Zeichen und aus der Musik wird Utopie.
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ATP011
Michael Riessler
Doppelter Boden - Soli |
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Preis Euro 14.99 |
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...."soli" ist
die vermeintlichen Grenzen des Instrumentes mit Hilfe einer eigenen musikalischen Sprache zu erweitern stand immer im Interesse meines Zugangs zum Instrument. Dabei steht die spielerische Art mit diesem“ Vokabular“ zu improvisieren im Mittelpunkt. Die Spieltechniken (Zirkuläratmung, Singen und Spielen gleichzeitig, Klappenrhythmen, hohe Beschleunigung, die quasi Polyphonie erzeugt, enharmonische Wechsel, Multiphonics, Doppelzunge, Überblasen …) erlauben es, akustische Phänomene zu schaffen, die wie bei einem Illusionisten andere Ebenen suggerieren… Dies geschieht hier ohne Zuhilfenahme von elektronischen Effektgeräten oder Overdubs. |
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ATP012/013
John Tilbury - Piano
Triadic Memories - Notti Stellate a Vagli |
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Preis Euro 24.99 |
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John Tilbury spielte zeitgenössische Musik, darunter viele Erstlingswerke, in Konzerten und Sendungen auf der ganzen Welt. Zu seinen Solo-Aufnahmen gehören Sonatas and Interludes für präpariertes Klavier von John Cage aus den siebziger Jahren und aus neuerer Zeit die Musik von Cornelius Cardew, Howard Skempton, Christian Wolf und das Gesamtwerk für Klavier von Morton Feldman. Er ist außerdem bekannt für seine Improvisationen durch seine Zugehörigkeit zu AMM (Accademia Musica Moderna), einer der bedeutendsten und einflussreichsten Gruppen für freie Improvisation, die in den sechziger Jahren entstanden.
Live Recording in London St. John’s Smith Sq. 10.06.2008
Recording and Mastering Sebastian Lexer
Artistic Director Daniele Lombardi
2008 Fondazione ATOPOS |
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| Preis
Euro 14.99 |
Live Recording at Sogna on 29.07.2005
Recording and Mastering: The Lab Studio
Artistic Director: Daniele Lombardi
2008 Fondazione ATOPOS
Sponsored by Borgo di Vagli Fractional Ownership - Tuscany |
| | ATP014 Teodoro Anzellotti - Accordion
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| | Recondite Fisarmonie |
Teodoro Anzellotti ist 1959 in Candela, Apulien, geboren, aber aufgewachsen in der Nähe von Baden-Baden. Er studierte an den Musikhochschulen von Karlsruhe und Trossingen bei Jürgen Habermann und Hugo Noth. Teodoro Anzellotti ist Gewinner verschiedener internationaler Akkordeonwettbewerbe. Solistisch ist er an großen Festivals (u.a. Amsterdam, Berlin, Brüssel, Donaueschingen, Florenz, Hamburg, Mailand, Köln, London, Luzern, New York, Paris, Prag, Rom, Salzburg, Seoul, Venedig, Wien, Tokio, Toronto, Warschau, Zürich) aufgetreten und ist Solopartner vieler Orchester (Kölner-Rundfunk-Sinfonieorchester, Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, SWR Sinfonieorchester Freiburg, NDR Hamburg, Rundfunk Sinfonieorchester Saarbrücken, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, ORF Orchester Wien, Radio-Symphonie-Orchester Ljublijana). Teodoro Anzellotti ist einer der international geschätztesten Akkordeonsolisten. Sein Name ist eng verknüpft mit der Wiedergeburt des Akkordeons von den achtziger Jahren bis heute.
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| Preis
Euro 14.99 |
Live Recording at Teatro Pietro Aretino, Arezzo, on 27.09.2009
Recording and Mastering: Mauro Forte, Tommaso Leonetti, Francesco Baldi
Artistic Director: Daniele Lombardi
2009 Fondazione ATOPOS |
| | ATP015 - Alvin Curran
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| | Endangered Species |
Endangered Species (Im Aussterben begriffene oder Gefährdete Arten) ist ein Raum, ein Behälter, in den mein Klangarchiv in Form kleiner Ampullen mit konzentrierten Essenzen eingeschlossen ist. Ein Archiv von Destillaten, ausgewählt in Jahren allseitigen Zuhörens: von dem Gemurmel in den Träumen bis zum Gebrüll der wahnsinnig gewordenen Natur, von der beinahe absoluten Ruhe eines italienischen "Ferragosto"(15. August) bis zu dem Getöse, das eine Beisetzung auf Bali begleitet, von Sex machenden Zikaden bis zu sich paarenden Bisons, das menschliche Geheul eines Werwolfs, ein kaputtes Nebelhorn, der Ruf des Muezzin von der Moschee. Nachdem ich diese Klänge mehr als vierzig Jahre lang gesammelt habe, erscheinen sie nun wieder in Gestalt elementarer bits von digitalen Mustern, zehnfach, hundertfach und tausendfach gebündelt und geschichtet wie ein gigantisches Welt-Instrument, festgelegt in zahlreichen Gruppen auf einem gewöhnlichen 88 key Midi Keybord, das mich, der ich zu einem lebendigen Musikinstrument geworden bin, dazu befähigt, die ganze Welt mit meinen Fingerkuppen zu spielen, wieder neue Welten zu schaffen und zu gestalten von Augenblick zu Augenblick, Tag für Tag, von Gelegenheit zu Gelegenheit, bei jeder Performance, bei jedem Akt der Vorsehung, jedes Mal, wenn man die Erde pflügt und umdreht.
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| Preis
Euro 14.99 |
Live Recording at Sala da Ballo del Fiorino, Galleria d’Arte Moderna, Palazzo Pitti, Florence 9 October 2010
Recording and Mastering: Mauro Forte, Tommaso Leonetti, Francesco Baldi
Artistic Director: Daniele Lombardi
2010 Fondazione ATOPOS |
| | ATP016 Pietro Grossi
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| | Bit Art |
Nach seiner Ausbildung als Violoncellospieler und Komponist begann Pietro Grossi seine außergewöhnliche Karriere als Solist, um in sehr jungen Jahren schon den Platz des ersten Violoncellos im Orchester des Maggio Fiorentino
einzunehmen. Für Grossi waren dies die Jahre der Transformation, in denen er von den traditionellen Instrumenten zur Elektronik
überging, bis er in den späteren Jahrzehnten bei den Systemen der digitalen Synthese anlangte, aber schon beim Hören
seiner instrumentalen Werke wird einem bewusst, dass sein musikalischer Weg im Lauf der vielen Jahre von beispielhafter
Konsequenz war. Sein Interesse galt den Klangschwingungen, wie sie sich in der Zeit ausdehnten, einer horizontalen
Vorstellung im Gebrauch des Klangmaterials, das sich auf ein Hören bald von einfachen Resonanzen, bald von
Wellenformen konzentrierte, auf der Suche nach Klanghistogrammen, die wahrscheinlich auf seine Erfahrung als
Violoncellist zurückgingen.
Seine Spannung für eine vollkommene Intonation war konstant, auch in der Verwendung der Mikrointervalle und er
erstrebte ein volles Vibrato in der Klangqualität. Seine Beziehung zum Violoncello suchte so nach einer neuen Objektivität,
die an Alfredo Casella erinnerte, gewiss nicht an die lange romantische Periode, in der das Instrument mit einer
menschlichen Stimme verglichen wurde. Bei seiner Begegnung mit der Elektronik und später mit dem Computer realisierte
er so eine exponentielle Steigerung dieser Potentialität, ständig hingerissen angesichts der Entwicklung der
technologischen Möglichkeiten.
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| Preis
Euro 14.99 |
Live Recording Galleria dell'Accademia Firenze 12.11.2011
Recording and Mastering Mauro Forte, Tommaso Leonetti, Francesco Baldi
Artistic Director Daniele Lombardi
2011 Fondazione ATOPOS |
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ATP018 Lucia Bova
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Still Harping on Music |
“Wo wir uns auch befinden mögen, was wir vernehmen, sind vor allem Geräusche. Wenn wir sie ignorieren, stören sie uns.
Wenn wir ihnen zuhören, finden wir sie faszinierend. Der Klang eines Lasters bei neunzig Stundenkilometer. Die statische
Elektrizität zwischen den Radiosendern. Der Regen. Diese Klänge wollen wir einfangen und kontrollieren, sie verwenden,
aber nicht als Klangeffekte, sondern als Musikinstrumente […] Während in der Vergangenheit der Unterscheidungspunkt
zwischen Dissonanz und Konsonanz lag, wird er in unmittelbarer Zukunft zwischen den Geräuschen und den sogenannten
musikalischen Klängen liegen.” Da sich 2012 der Geburtstag von John Cage zum hundersten Mal jährt und sein Todestag
zum zwanzigsten Mal, soll uns dieses Zitat aus Silence als Anregung dienen, einige seiner berühmten Werke neu zu
interpretieren, und es ist zugleich die geeignetste Hinführung zu einer Reise in das Herz des Harfenklangs, von dem süßen
traditionellen bis zu einem ungewohnten, unvorstellbaren und unvorhersehbaren Klang.
Auf diesem Weg ist die Sequenz II von Luciano Berio ein regelrechter Meilenstein. Sie gehört zu einem 14 Sequenzen
umfassenden Projekt des Komponisten, der für jedes einzelne Instrument “die Maße jenseits der Maße” entdecken und
untersuchen wollte, und auf diesem instrumentalen Theater wurde verlangt, “auf die zweideutige Kategarie des
‘Poetischen’ zu verzichten und keineswegs “die Sprache anderer alter Emotionen, die durch das Vergehen der Zeit an die
Poesie gebunden waren” zu erwarten. Jede Sequenz ist eine Art “Zeugnis” für die historische Virtuosität und gleichzeitig
eine Anregung, eine neue Form von Virtuosität anzustreben, nach der im äußersten Erforschen und dem Experimentieren
mit den technischen Möglichkeiten jedes einzelnen Instruments gesucht wird. In der Sequenz für Harfe finden sich
traditionell gefärbte Klänge neben extremen Lauten und ketzerischen “Gebärden” wie “Reißen” der Saiten, Schläge auf
die hölzernen Teile und auf die Anhängeleiste, ein paroxystischer Gebrauch der Pedale und Geräusche, die durch das
Aufeinanderschlagen der Metallsaiten hervorgebracht werden.
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